Trinkwasserinstallationen in Krankenhäusern: Den Keimen keine Chance

Eines der großen Themen der PfW ist die Trinkwasserhygiene in Krankenhäusern. Eine Studie des Biofilm Centre der Uni Duisburg Essen hat herausgefunden, dass die Trinkwasserleitungen öffentlicher Gebäude tatsächlich weitaus häufiger von gesundheitsschädlichen Keimen befallen sind als angenommen. In mehr als 13% der Fälle konnte eine erhöhte Konzentration von Legionellen nachgewiesen werden.

Die Ergebnisse unterstreichen die Wichtigkeit der genauen Planung bei der Sanierung oder Neuinstallation von Trinkwasseranlagen, auch weil die gefährlichen MRSA-Erreger, die in Krankenhäusern lauern, nicht in die Installation gelangen dürfen. Es werden zwei mögliche Keimherde unterschieden: das Trinkwasser selbst sowie die Rohr- und Wandflächen der Leitungen, die häufig mit dem sogenannten Biofilm überzogen sind, der Keime und Erreger enthält. Die Keimbildung wird oftmals dadurch begünstigt, dass die Rohrleitungssysteme überdimensioniert sind und in der Folge zu selten Wasser durch sie fließt. Auch eine mangelhafte Enthärtung und Dosierung des Wassers machen die Bildung von Keimen wahrscheinlicher – ebenso wie fehlende oder nicht gewartete Filter.

Eine Vorbeugung der Keimbildung erreicht man folglich durch den Verzicht auf lange und weitverzweigte Trinkwassersysteme. Auch eine Dämmung der Kalt- und Warmwasserleitungen hilft, da so eine Erwärmung im Kalt- und eine Abkühlung im Warmwasser vermieden und die jeweiligen Betriebstemperaturen eingehalten werden können. Gerade für Krankenhäuser bietet es sich an, die Installation in separate, kleinere Versorgungseinheiten aufzuteilen, die über intelligente Wassermanagementsysteme gesteuert werden, wie sie auch die Firma Uponor, einer unserer Partner, anbietet. All diese Möglichkeiten zu kennen und zu nutzen ist dabei das Wichtige – gerade an der Überwachung scheitert es in der Praxis häufig. Denn nur eine nach den anerkannten Regeln der Technik geplante, installierte und gewartete Anlage garantiert die Sicherheit sauberen Trinkwassers in Krankenhäusern.

Der Originalbeitrag ist im Magazin Management & Krankenhaus erschienen.


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Kommentare

  1. Ralf Hetzel sagt:

    „Eine Vorbeugung der Keimbildung erreicht man folglich durch den Verzicht auf lange und weitverzweigte Trinkwassersysteme.“ Auch in kurzen Leitungswegen findet eine Keimbildung/Biofilmbildung statt! „Auch eine Dämmung der Kalt- und Warmwasserleitungen hilft, da so eine Erwärmung im Kalt- und eine Abkühlung im Warmwasser vermieden und die jeweiligen Betriebstemperaturen eingehalten werden können.“ Eine Erwärmung des Grundwasser im Zuge des Klimawandels bedingt ein höheres Keimpotential, eine Studie des Helmholtzzentrums beweist auch eine Vermehrung von Legionellen bei über 60°C, was darauf hinweist, dass selbst bei Einhaltung der Betriebstemperaturen die Vermehrung nicht unterbunden wird! „Gerade für Krankenhäuser bietet es sich an, die Installation in separate, kleinere Versorgungseinheiten aufzuteilen, die über intelligente Wassermanagementsysteme gesteuert werden,“ Die Ursache „bioverfügbare Nährstoffe (Keime, Bakterien, Protozoen, Einzeller) gelangen über die öffentliche Wasserversorgung trotzdem in die Trinkwasserinstallation! und wie sie auch die Firma Uponor, einer unserer Partner (Symptombekämpfung, Richtiger Partner?), anbietet. All diese Möglichkeiten zu kennen und zu nutzen ist dabei das Wichtige – gerade an der Überwachung scheitert es in der Praxis häufig.(Mit einem Patentrezept ist die Überwachung hinfällig und die Gefahrenabwehr auf Dauer zu 100% gesichert und zwar in allen Trinkwasserinstallationen) Denn nur eine nach den anerkannten Regeln der Technik geplante, installierte und gewartete Anlage garantiert die Sicherheit sauberen Trinkwassers in Krankenhäusern.

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