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Trinkwasserversorgung im Krankenhaus – Was empfiehlt der Hygieniker?

Foto: Olli Henze | cc 2.0 Lizenz

Trotz der hohen Anforderungen an die Trinkwasserversorgung in Deutschland transportiert Wasser besonders häufig Krankheitserreger – ein besonders großes Problem für Krankenhäuser. Durch nützliche Erkenntnisse der Wasserhygiene können die schädlichen Keime heute wesentlich leichter identifiziert und unschädlich gemacht werden. In Deutschland liegt diese Aufgabe bei den Wasserversorgern, die damit sicherstellen, dass keine Krankheitserreger zu den Verbrauchern gelangen.

Dr. Klaus-Dieter Zastrow vom Institut für Hygiene und Umweltmedizin der Vivantes Kliniken Berlin erklärt, inwieweit dies gelingt und wo Gefahrenpotenziale bestehen. Heute verbreiteten sich dank guter Trinkwasserhygiene zwar keine Seuchen mehr, ein großes Problem seien jedoch Keime wie Legionellen, die uns nur dann gefährlich werden, wenn wir ihre Aerosole inhalieren. Ein hohes Risiko bestehe auch im Biofilm, der sich in Rohren bildet.

Als Gegenmaßnahmen empfiehlt Dr. Zastrow den Einsatz hocheffektiver Installationssysteme. Diese lassen das Wasser in den Leitungen bei über 50°C und ohne Stagnation zirkulieren, was der Vermehrung von Legionellen sowie der Bildung von Biofilm entgegenwirkt. Besonders wichtig sind diese Systeme, wenn die Leitungen nicht regelmäßig genutzt werden – eben zum Beispiel in Krankenhäusern.

Den Originalbeitrag ist im Magazin Management & Krankenhaus erschienen.

Udo Sonnenberg

Autor Udo Sonnenberg

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