In eigener Sache: Mitgliederversammlung

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Mitgliederversammlung der Partner für Wasser e.V. am 3. November 2021 online 

Am 03.11.2021 laden die Partner für Wasser e.V. zu einer weiteren Mitgliederversammlung in diesem Jahr ein (Partner/Mitglieder und Experten). 

Einziger Tagesordnungspunkt ist die Neubesetzung der stellvertretenden Vorstandsposition. Zur Wahl stellt sich Daniel Friedrich, Leitung Geschäftsbereich Haustechnik der Georg Fischer GmbH. 

Wir danken zudem Mario Mathews, Geschäftsführer tegeba, der diese Funktion eineinhalb Jahre wahrgenommen und unser Kernthema, die Sensibilisierung für eine optimale Trinkwasserhygiene im Healthcare-Sektor tatkräftig unterstützt hat.

Trinkwasserhygiene am Welttag des Händewaschens

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Der 15. Oktober ist der Welttag des Händewaschens und das Motto für 2021 lautet „Unsere Zukunft liegt in unserer Hand – gehen wir gemeinsam voran“.

Wenn wir eines von der COVID-19-Pandemie gelernt haben, dann dass persönliche Hygiene von größter Bedeutung für unsere Gesundheit ist und darum hilft der Globale Tag des Händewaschens dabei, das Thema Händewaschen und den Wert sauberer Hände zu verbreiten. Das hat direkt mit der Trinkwasserhygiene zu tun: Einwandfreies Händewaschen erfordert ein sauberes und hygienisch unbedenkliches Wasser, das uns in Deutschland die Wasserversorger tagtäglich liefern.

Optimal funktionierende Trinkwasserinstallation

„Gerade im Healthcare-Sektor, auf den wir unsere Arbeit bei den Partnern für Wasser fokussieren, bekommt das Thema saubere Hände noch einmal eine andere Dimension: Wir haben es hier mit kranken, geschwächten alten oder ganz jungen Menschen zu tun, die besonders empfindlich sind. Damit gerade dort das angelieferte Wasser des Versorgers die hohe Qualität behält, ist eine optimal funktionierende Trinkwasserinstallation vom Hausanschluss bis zur abgebenden Armatur das A & O. Wir werden nicht müde, weiterhin auf allen politischen Ebenen und in der Administration für dieses Thema zu sensibilisieren – zum Nutzen der Gesundheit aller Menschen“, betont Joachim Stücke, Vorsitzender der Partner für Wasser e.V.

Über den Welttag

Seit den Anfängen im Jahr 2008 ist der Globale Tag des Händewaschens stetig gewachsen. Heute wird der „Global Handwashing Day“ von Regierungen, Schulen, internationalen Institutionen, Organisationen der Zivilgesellschaft, Nichtregierungsorganisationen, Privatunternehmen und Einzelpersonen unterstützt.

Als PfW teilen wir auch Fakten, um der Öffentlichkeit die Bedeutung eines gründlichen Händewaschens zu verdeutlichen – insbesondere während einer Pandemie. Richtige Handhygiene rettet Leben! Was ebenfalls zu einem ordentlichen Händewaschen gehört, ist das Händetrocknen. Nur sorgsam getrocknete Hände bleiben entsprechend länger keimfrei und schützen die Gesundheit. Beide Trocknungsmethoden – elektrisch erzeugte Warmluft und einmal Handtücher werden hier seitens internationaler Gesundheitsbehörden empfohlen.

Trinkwasserhygiene: Broschüre zur Bedeutung eines Gesamtkonzepts 

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Die Firma WimTec hat eine informative Broschüre zum Thema “Gesamtkonzept Trinkwasserhygiene” veröffentlicht.

Täglich vertrauen wir darauf, dass nur bestes Trinkwasser aus unserem Wasserhahn fließt. Was viele nicht wissen: Unser wertvollstes Lebensmittel ist verderblich. Das vom Wasserversorger in der Regel einwandfrei bereitgestellte Trinkwasser kann unter bestimmten Voraussetzungen seine guten Eigenschaften verlieren. So kann es beispielsweise durch die Verwendung ungeeigneter Werkstoffe, Erwärmung oder lange Stagnationszeiten zu einer übermäßigen Vermehrung von Mikroorganismen oder die Migration von chemischen Stoffen kommen. Experten gehen davon aus, dass Bakterien im Trinkwasser weitaus häufiger für Infektionen verantwortlich sind als bisher angenommen. 

Ein besonders hohes Risiko stellen kaum bis unzureichend genutzte Abgabestellen dar. Die durch das Nutzerverhalten hervorgerufene Stagnation beeinflusst die zulässigen Wassertemperaturen und führt zur Kontamination. Um Stagnation in der gesamten Gebäudeinstallation zu vermeiden und die erforderlichen Temperaturen in den Kalt- und Warmwasserleitungen sicherzustellen, bedarf es automatischer Spülpläne.

Damit Spülstationen im Bestand sicher sind und eine einwandfreie Trinkwasserhygiene gegeben ist, braucht es ein durchdachtes Gesamtkonzept, welches das gezielte Freispülen der Rohrleitungen bis zum Punkt des Wasseraustritts an jeder Entnahmestelle sichert. 

Weiter wird in der Broschüre thematisiert: Gefahr und Verpflichtung, Ursachen und Planung, Maßnahmen und Betrieb.

WimTec ist Mitglied des Forum Wasserhygiene – die österreichischen Kooperationspartner der PfW.

Aktueller Stand der Umsetzung des Pakts für den Öffentlichen Gesundheitsdienst

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Damit der Öffentliche Gesundheitsdienst seinen sozialen Herausforderungen gerecht werden und sich für gesundheitliche Chancengleichheit einsetzen kann, hat der Bund im Rahmen des “Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst“ (ÖGD) geplante Aufstockung des Personals 5 Mrd. Euro zur Verfügung gestellt. 

Bund und Länder haben den ÖGD-Pakt im September 2020 vereinbart. Das Ziel sei neben der Förderung der digitalen und technischen Ausstattung vor allem die personelle Stärkung des ÖGD. Dafür stelle der Bund insgesamt vier Milliarden Euro zur Verfügung.

Mit dem Pakt haben sich die Länder dazu verpflichtet, bis Ende 2021 mindestens 1.500 neue, unbefristete Vollzeitstellen für Ärzte, weiteres Fachpersonal sowie Verwaltungspersonal in den Behörden des ÖGD zu schaffen. Der Pakt sehe vor, dass Bund und Länder bis Ende 2022 einen gemeinsamen Zwischenbericht und bis März 2027 einen finalen Bericht zur Umsetzung der Initiativen vorsehen.

Die Zuständigkeit für die dauerhafte personelle und technische Ausstattung des ÖGD liege bei den Ländern und Kommunen. Bund und Länder seien sich aber einig, dass die Finanzierung des zusätzlichen Personals nachhaltig sein müsse und über das Jahr 2026 hinaus verstetigt werden solle.

Die mit dem „Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst“ (ÖGD) geplante Aufstockung des Personals ist noch nicht abgeschlossen. Der Prozess des Personalaufbaus laufe gegenwärtig, heißt es in der Antwort (19/32485) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag.

Hygiene im Fokus: Stärkung des Öffentlichen Gesundheitsdienst

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Die Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) in der SPD hat sich zur Stärkung des Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) positioniert.

Die Pandemie hat uns deutlich vor Augen geführt: wenn es um Gesundheit geht, hat Wettbewerb Grenzen. Gut ausgestattete Krankenhäuser, hoch kompetentes Personal, Bevorratung von Schutzausrüstung, Einhalten von Hygieneregeln und ein gut ausgestatteter öffentlicher Gesundheitsdienst haben einen hohen Wert. 

Klar ist hierbei, dass Hygiene in Arztpraxen, Altenpflegeheimen und Krankenhäusern überwacht werden muss, um Patient/-innen, Pflegebedürftige und Personal wirksam vor Infektionen zu schützen. 

Investitionen jetzt

Eine bittere Erfahrung: Personelle und technische Ausstattung sind nicht auf der Höhe der Zeit. Ärzt/-innen, Pflegepersonal, Sozialwissenschaftler/-innen und weitere Berufsgruppen fehlen. Wir müssen jetzt in den öffentlichen Gesundheitsdienst investieren, um neues Personal zu gewinnen, fortzubilden und aufgabengerecht zu bezahlen. 

Weitere Hintergrundinformationen zum „Pakt für den ÖGD“ finden Sie u.a. hier.

Nominierungen bis 30. September – World Water Week 2022

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Bundesumweltministerin Schulze bei der Weltwasserwoche 2021

Die Weltwasserwoche im August ist eine der führenden Veranstaltung zu globalen Wasserfragen, die vom Stockholm International Water Institute (SIWI) ausgerichtet wird. Mit dem Thema „Building Resilience Faster“ hat sich die Weltwasserwoche globalen Herausforderungen wie der Klimakrise, Wasserknappheit, Ernährungssicherheit und den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie angenommen.

Seit 30 Jahren ehrt der renommierteste Wasserpreis der Welt, der Stockholm Water Prize, Einzelpersonen und Organisationen für außergewöhnliche Leistungen im Bereich Wasser.
Kennen Sie eine herausragende Person oder eine Organisation, die einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Nutzung und zum Schutz des Süßwassers in der Welt geleistet hat?

Bis zum 30. September können Sie eine Nominierung für den Stockholmer Wasserpreis 2022 hier einreichen.

Zum Abschluss der diesjährigen Weltwasserwoche sprach die Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Wasser ist die Grundlage jeglichen Lebens. Der Schutz unserer Wasserressourcen ist daher unverzichtbar. Wasser ist auch die Schlüsselressource zu einer klimaresilienten Zukunft. Die Umsetzung des Nachhaltigkeitsziels 6 Wasser und Sanitärversorgung für alle muss daher dringend weltweit mehr Fahrt aufnehmen. Deutschland hat mit den „Bonn Water Dialogues for Results“ politische Empfehlungen erarbeitet, die von immer mehr Regierungen und Organisationen unterstützt werden. Ich lade alle, die noch nicht dabei sind, ein, sich anzuschließen.“

Im Juni hat Ministerin Schulze den Entwurf einer Nationalen Wasserstrategie vorgestellt, um die Wasserversorgung für Mensch und Umwelt in Deutschland dauerhaft zu sichern.

Auch über die Grenzen Deutschlands hinweg setzt sich das Bundesumweltministerium für Wasser ein, beispielsweise durch den Vorbereitungsprozess der UN-Wasserkonferenz 2023 in New York. Als Teil davon hat das Bundesumweltministerium in diesem Jahr einen internationalen Wasserdialog ins Leben gerufen – die „Bonn Water Dialogues for Results“. 

Lesen Sie hier die vollständige Meldung des Umweltministeriums.

Neue Gefahren für den KRITIS-Sektor „Wasser“ durch Hackerangriffe

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In Deutschland gibt es ca. 6000 Unternehmen der Öffentlichen Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung. Neben Wetterextremen wie Hochwasser und Trockenzeiten, Umfeld bedingte Gefährdungen sowie dem Ausfall der Stromversorgung, müssen sich die Unternehmen auch vor neuen Gefahren, wie Hackerangriffen, schützen. 

Mehreren Penetrationstests bei großen Wasserwerken nach zu urteilen, sind Wasserwerke Hackerangriffen häufig schutzlos ausgeliefert. Besonders die Bereiche Fernwartung und Pumpsysteme seien anfällig, denn die Industriesteuerungen stammen aus einer Zeit, in der niemand damit gerechnet hat, dass sie eines Tages vernetzt sein würden. Bei kleineren Unternehmen sind die eingesetzten Systeme häufig dieselben, was bedeutet, dass die Ergebnisse der Penetrationstests auf alle übertragbar wären.

Zahlen des Statistischen Bundesamtes ist zu entnehmen, dass weniger als ein Prozent (17 von 5.845) der öffentlichen Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung in Deutschland, aus dieser Ableitung verpflichtend unter Auflagen der BSI-Kritisverordnung fallen, da der Regelschwellenwert von 500.000 angeschlossenen Einwohnern bzw. 22 Mio. m³ Wassermenge nicht erreicht wird.

Die Regelschwellenwerte wurden zuletzt Juni 2016 und Juni 2017 überprüft und angepasst. § 9 der BSI-Kritisverordnung sieht eine Anpassung der Regelschwellenwerte mindestens alle zwei Jahre vor. Damit wäre eine erneute Anpassung bereits überfällig.

Auf die Frage, welche Maßnahmen die Bundesregierung für Betreiber der Wasserversorgung vorsieht (Drucksache 19/20965), die aufgrund der Schwellenwerte nicht unter die BSI-KritisV fallen, lautet die Antwort dass dies im Zuständigkeitsbereich der Länder liegt und die Empfehlungen des BSI vollständig oder in Teilen freiwillig umgesetzt werden können.

Problematisch ist jedoch, dass um freiwillig ein Sicherheitskonzept zu etablieren, den meisten kleinen und mittleren Wasserversorgern der Kommunen die finanziellen und personellen Ressourcen fehlen.

Hohe Nitratbelastung im Grundwasser in Deutschland

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Die Antwort vom 26.08.2021 auf eine Kleine Anfrage hat ergeben, dass in Deutschland 304 der insgesamt 1.178 Grundwasserkörper eine Nitratbelastung von über 50 Milligramm pro Liter aufweisen, womit die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie verfehlt werden. 

Daten zur durchschnittlichen Nitratbelastung der Grundwasserkörper liegen der Bundesregierung nach eigenen Angaben nicht vor, da die Bundesländer lediglich melden, ob der Grenzwert unter- oder überschritten wird.

Inwieweit die Ausbringung von Gülle, Festmist, Gärresten und anderen Stoffen im Grundwasser Nitrat verursache, hänge von einer Vielzahl von Faktoren ab, schreibt die Bundesregierung weiter. Zu den exakten Ausbringungsmengen in den letzten zwanzig Jahren lägen keine Daten vor.

Dies geht aus der Antwort (19/32211) der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage (19/31985) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. 

Legionellenfälle in Baden-Württemberg: Ursache unklar

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Die Zahl der Legionellenfälle in Baden-Württemberg ist nach Auskunft des Landesgesund­heitsamtes (LGA) in Stuttgart zuletzt deutlich gestiegen. Von etwa Mitte Juni bis zum 6. August 2021 seien 97 Fälle mit Erkrankungsbeginn ab dem 1. Juni registriert worden. Darunter seien sieben Todesfälle. Das sei die höchste Anzahl an Erkrankungen im Vergleich zu den gleichen Zeiträumen der Jahre 2001 bis 2020.

Die Fälle traten querbeet durch Baden-Württemberg auf. Betroffen sind 31 Stadt- und Landkreise, von denen es 44 in Baden-Württemberg gibt. Im Landkreis Ortenau und im Landkreis Ludwigsburg gab es jeweils acht Erkrankte im genannten Zeitraum.

Ob der monatelange Stillstand in manchen Einrichtungen dazu geführt habe, dass sich Legionellen ausbreiten konnten, sei noch unklar. „Wir vermuten, dass Rückkühlwerke oder Kühltürme von Industrieanlagen oder Warmwasserinstallationen in Gebäuden nicht so gewartet wurden, wie sie sollten. Dies wäre eine mögliche Erklärung”, sagt Jens Fleischer, Labor- und Sachgebietsleiter Wasser­hygiene im LGA.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hatte bereits im vergangenen Jahr vor einem möglichen Legionellen­risiko gewarnt, infolge wochenlanger Schließungen von Hotels, Sportanlagen und Schwimmbädern.

Bei un­sach­gemäßer oder fehlender Wartung könne es nach der Corona-Pause zu einem erhöhten Wachs­tum dieser Bakterien in Trinkwasseranlagen gekommen sein, schrieb das RKI im „Epidemiologischen Bul­le­tin“. Betreiber sollten vor einer Wiedereröffnung ihrer Trinkwasseranlagen deshalb einen einwandfreien Betrieb sicherstellen.

Den Ratgeber des RKI zu Legionellose finden Sie hier.

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