Cyberangriffe! Auch eine Gefahr für die Trinkwasserhygiene im Gesundheitsbereich?

Cyberangriffe bestimmen immer häufiger die Schlagzeilen. Auch Krankenhäuser, Pflegeheime und Arztpraxen sind im Visier der Täter. Der Verband der Krankenhausdirektoren für Rheinland-Pfalz und das Saarland sagt beispielsweise: Cyberangriffe auf Kliniken seien eine reale Bedrohung. Die Angriffe reichen von fingierten (Phishing-)Mails bis hin zu Einbruchsversuchen in die Krankenhausnetze.

Unser Partner für Wasser-Experte Mark Peters berichtet von einem aktuellen Fall, in dem ein Pflegeheim betroffen war. Die Angreifer hatten eine Ransomware im System platziert, das ist ein Verschlüsselungstrojaner, mit dem Lösegeld erpresst wird. Hinzu kam: Der EDV-Fachmann, der eigentlich für IT-Sicherheit zuständig ist konnte nicht helfen. Die internen Entscheider waren im Urlaub und es war Ostern. Die Katastrophe kam von einer Sekunde auf die andere. Hochsensible Patientendaten waren plötzlich in Gefahr.

Die Frage ist: Was passiert, wenn Angreifer noch weiter ins System eindringen? Die Strom- und Trinkwasserversorgung einschließlich der Systeme zur Wasseraufbereitung werden in diesen Einrichtungen zunehmend elektronisch und digital gesteuert. Die Folgen sind kaum auszumalen.

„Etwa 80 Prozent aller Cybersicherheitsvorfälle im Gesundheitswesen entstehen durch menschliches Fehlverhalten“, sagt Mark Peters von Praxismanagement Bublitz-Peters, der seit 15 Jahren über 3.000 Leistungserbringer im Gesundheitswesen betreut.

 

Er bietet deshalb Datenschutz- und Cyber-Sensibilisierungsschulungen Online und vor Ort unter anderem mit dem Bundes- und Landeskriminalamt an. In Planspielen werden mit den verantwortlichen Mitarbeitern mögliche Angriffsszenarien durchgespielt. Häufig erkennen sie dann mittendrin, dass sie in Schwierigkeiten sind, entweder weil es keine richtigen Abläufe, zu wenig geschulte Mitarbeiter oder professionelle externe Unterstützung gibt.

Der Gesetzgeber macht nun Druck. Mit dem neuen IT-Sicherheitsgesetz 2.0, das noch bis zum Jahresende beschlossen werden soll, drohen künftig Bußgelder von bis zu 20 Millionen Euro oder vier Prozent des Jahresumsatzes, wenn Betreiber einer kritischen Infrastruktur, wozu Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen gehören, ihren Pflichten zum Schutz ihrer IT-Systeme nicht nachkommen.

WebTalk Cyberkriminelle und Investitionsstau: Wie sicher ist die Trinkwasserversorgung in unseren Krankenhäusern?

 

Am 15. Juli von 11:00 bis 12:00 Uhr diskutieren dazu in unserem WebTalk Mark Peters (Datenschutz- und Hygiene-Auditor) und Christian Zehetgruber (Stellv. Vorsitzender der Partner für Wasser und Abteilungsleiter Seminare und Fortbildungen der Grünbeck Wasseraufbereitung GmbH) und beantworten Ihre Fragen! Merken Sie sich den Termin bereits vor. Die kostenfreie Anmeldung startet in Kürze.


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