EU-Kommission setzt endokrine Disruptoren auf Schadstoff-Liste

Foto: Unsplash.com Engin Akyurt

Das Trinkwasser in der gesamten Wasserversorgungskette der EU muss künftig genauer auf zwei endokrin wirksame Verbindungen (Beta-Estradiol und Nonylphenol) überwacht werden. In den seit letztem Jahr geltenden EU-Vorschriften für Trinkwasser schreibt die Kommission vor, dass eine Beobachtungsliste mit neu auftretenden Verbindungen erstellt werden soll, die überwacht und bei Bedarf behandelt werden sollen.

Nach der Erstellung der Überwachungsliste haben die Mitgliedstaaten bis zum 12. Januar 2023 Zeit, Überwachungsvorschriften für die gesamte Trinkwasserversorgungskette einzuführen und Maßnahmen zu ergreifen, wenn die Richtwerte überschritten werden. Wenn im Laufe der Zeit neue Stoffe auftauchen, die wahrscheinlich im Trinkwasser vorhanden sind und ein potenzielles Gesundheitsrisiko darstellen könnten – wie endokrine Disruptoren, Arzneimittel oder Mikroplastik –, wird die Kommission sie in die Liste aufnehmen. Dieser neue Mechanismus wird dazu beitragen, die Ziele der EU-Chemikalienstrategie (Launch: 20.01.2022) und des Aktionsplans für eine giftfreie Umwelt zu erreichen.


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