Neue Leitlinie beschreibt die baulichen und funktionellen Anforderungen an Eingriffsräume im Krankenhaus

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Die neue DGKH-Leitlinie „Bauliche und funktionelle Anforderungen an Eingriffsräume“ versucht die KRINKO-Empfehlung zur Prävention von postoperativen Wundinfektionen von 2018 in konkrete Handlungsempfehlungen für das Krankenhausumfeld zu „übersetzen“.

Bei einer digitalen Fortbildungsveranstaltung der Regionalgruppe Hessen der Fachvereinigung Krankenhaustechnik e.V. wurde auch auf den Waschplatz Bezug genommen.

Die Referentin Julia Okpara-Hofmann, Fachärztin für Hygiene und Umweltmedizin, stellte Hygiene-Schwachstellen wie offene Fugen oder Wandabschlüsse, Waschbecken mit Überlauf und weitere Negativbeispiele für Waschbecken und Armatur vor. 

Mit einer Checkliste für die hygienisch einwandfreie bauliche Auslegung von Eingriffsräumen bot sie darüber hinaus ein hilfreiches Werkzeug für angewandte Sicherheit:

  • Der Vorflur sollte verkehrsberuhigt sein.
  • Durchgangs- oder Transportverkehr hat hier nichts zu suchen.
  • Ausreichend Platz bedeutet für Eingriffsräume mindestens 20 Quadratmeter.
  • Der Waschplatz sollte sich vorzugsweise in einer Nische vor dem Eingriffsraum befinden.
  • Bei Fensterlüftung sollten von außen angebrachte und reinigbare Fliegengitter vor ungebetenen Gästen schützen.
  • Der Bodenbelag sollte Desinfektionsmittelbeständig sein, eine Hohlkehle ist nicht vorgeschrieben, empfehlenswert ist eine dicht sitzende, gut verfugte, hohe Scheuerleiste.
  • Die Raumdecke sollte glatt und geschlossen sein, die Beleuchtung deckenbündig.
  • Die Wandgestaltung muss wischdesinfizierbar sein, mit Rammschutz an den neuralgischen Stellen.

Viele weitere Anforderungen und interessante Informationen gibt es in dieser Präsentation.

Lesen Sie hier die vollständige Leitlinie.

Cyber-Versicherung auch für Einrichtungen der Daseinsvorsorge?

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Dieser Beitrag wurde uns seitens unseres Kooperationspartners CareTrialog überlassen. Hier werden die Themen kurz angerissen. Der ausführliche Beitrag kann via CareTrialog aufgerufen werden.

Cyberattacken gelten nicht nur Krankenhäusern. Pflegeeinrichtungen stehen ebenfalls im Visier von Angreifern. Und auch wenn es keine absolute Sicherheit gibt: Regelmäßige Sicherungen der Daten und eine Cyber-Versicherung können helfen, den Schaden in Grenzen zu halten.

Wie können sich Einrichtungen aber am besten vor Cyberangriffen schützen? Eine Grundvoraussetzung sind Backups. 

Dabei empfiehlt es sich, Sicherungskopien verschlüsselt aufzubewahren und sie nicht in Lese-/Schreibformat verfügbar zu halten bzw. externe Kopien herzustellen.

Bei Cyberattacken erweist sich der Mensch als größte Schwachstelle. 

MitarbeiterInnen laden Anhänge herunter, verschusseln Sicherheits-Updates oder geben Passwörter an Anrufer weiter, die sich als Mitarbeiter der IT-Abteilung vorstellen. Es lohnt sich daher immer, die Angestellten in Sachen IT-Sicherheit zu schulen.

Kunden sollten darauf achten, dass die Versicherung für sie günstige Beweislastregeln vorhält, etwa Beweiserleichterungen oder auch eine Beweislastumkehr, die sogenannte Umkehr der Beweispflicht.

Der Nachweis eines Versicherungsfalls obliegt nämlich grundsätzlich dem Versicherungsnehmer. In der Praxis ist das nicht so einfach. Bei Beweiserleichterungen gilt der Nachweis aber im Zweifelsfall bereits als erbracht, wenn zum Beispiel der hinzugezogene IT-Dienstleister ebenfalls vermutet, es läge ein Versicherungsfall vor. Eine gute Versicherung hat außerdem noch einige „Zusatzbonbons“ im Koffer. Wie zum Beispiel eine Rechtschutzkomponente, die Anwaltskosten für eine Beratung abdeckt. Oder renommierte Dienstleister, die dem Kunden im Schadenfall sofort beistehen.

Vollständiger Beitrag: www.caretrialog.de

Digitalisierung als Konjunkturprogramm für Krankenhäuser

Foto: Miscea/CareTrialog

Im Juni 2020 hatte die Bundesregierung den Beschluss gefasst, die Krankenhäuser – Krankenhausfinanzierung obliegt vom Grundsatz her den Ländern – finanziell zu unterstützen. Per Pressemitteilung haben die Partner für Wasser die Diskussion im August u.a. begleitet. Tenor: Mittel auch für digitale Prozesse in der Trinkwasserversorgung zu verwenden. Am 18. September wurde das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) im Bundestag beschlossen. Jetzt stehen die Mittel für die Krankenhäuser abrufbereit.

Vorschläge mit Blick auf die Trinkwasserhygiene: Digitales Leitungs-Monitoring, Armaturenüberwachung, digital gesteuerte, berührungslose Armaturen, elektronische Temperatur- und Durchlaufkontrollen, Leckagen-Detektierung, zentrale, digital gestützte Meldesysteme, intelligente Verbrauchsmessung u.v.m.

Erstmals unterstützt damit der Bund unmittelbar die Krankenhäuser bei der Finanzierung ihrer Investitionen. Seit Anfang Oktober stellt der Bundeshaushalt jetzt Finanzmittel für die Krankenhäuser zur Verfügung. Der Schwerpunkt liegt ganz klar beim Thema digitale Prozesse.

Insgesamt geht es beim Krankenhauszukunftsgesetz um Fördermittel > 3 Mrd. EUR. Weitere Mittel kommen über die Ko-Finanzierung durch die Länder oder den Träger. Somit steht ein Fördervolumen von ca. 4,3 Mrd. EUR im Raum.

 

Gefährdet der Investitionsstau in Krankenhäusern die Trinkwasserhygiene?

In unserem letzten Beitrag ging es um die Gefahr von Cyberangriffen auf die Trinkwasserversorgung von Krankenhäusern.

Hinzu kommt: Krankenhäuser kämpfen bundesweit mit einem Investitionsstau in Milliardenhöhe. Drei Milliarden Euro fehlen laut Schätzung der Deutschen Krankenhausgesellschaft. Gefährdet das auch die Trinkwasserhygiene in den Häusern?

Dazu sagte Christian Zehetgruber in unserem WebTalk am 15. Juli folgendes (Video-Clip: 5 Min.):

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Christian Zehetgruber
Als Leiter des Fortbildungszentrums der Grünbeck Wasseraufbereitung GmbH ist er für das branchenweit renommierte Weiterbildungsprogramm des Unternehmens unter anderem für den SHK-Markt (Sanitär, Heizung, Klimatechnik) verantwortlich.

 

Welche Konsequenzen hat das IT-Sicherheitsgesetz 2.0 für Krankenhäuser, Pflegeheime, Arztpraxen und weitere Gesundheitseinrichtungen?

Dazu mehr in unserem nächsten Beitrag kommende Woche.


Sie sind Experte oder haben Sie ein Thema für den Partner für Wasser-WebTalk? Dann melden Sie sich bei uns! Schicken Sie uns Ihre Ideen und Vorschläge im Zusammenhang mit Trinkwasserhygiene und Healthcare per Email an kontakt@partnerfuerwasser.de

Cyberangriffe auf die Trinkwasserversorgung von Krankenhäusern

Cyberangriffe machen immer wieder Schlagzeilen. Auch Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen geraten zunehmend ins Visier der Angreifer.

Wo besteht die größte Gefahr durch Cyberkriminelle für die Trinkwasserversorgung und -Hygiene in Krankenhäusern?

Darüber haben wir in unserem letzten WebTalk am 15. Juli mit unserem Experten Mark Peters gesprochen. Die Antwort finden Sie in diesem kurzen Video-Clip (10 Min.):

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Mark Peters
und die unbequemen Debatten über Wasserhygiene und Cyberrisiken. Kontrovers, hintergründig und lösungsorientiert behandelt er brennende Fragen in der Patientenversorgung. Der Datenschutz- und Hygiene-Auditor betreut mit seinem Team seit 15 Jahren über 3.000 Leistungserbringer im
Gesundheitswesen.

 

Gefährden fehlende Investitionen die Trinkwasserhygiene in Krankenhäusern? 

Dazu mehr in unserem nächsten Beitrag kommende Woche.

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Cyberangriffe! Auch eine Gefahr für die Trinkwasserhygiene im Gesundheitsbereich?

Cyberangriffe bestimmen immer häufiger die Schlagzeilen. Auch Krankenhäuser, Pflegeheime und Arztpraxen sind im Visier der Täter. Der Verband der Krankenhausdirektoren für Rheinland-Pfalz und das Saarland sagt beispielsweise: Cyberangriffe auf Kliniken seien eine reale Bedrohung. Die Angriffe reichen von fingierten (Phishing-)Mails bis hin zu Einbruchsversuchen in die Krankenhausnetze.

Unser Partner für Wasser-Experte Mark Peters berichtet von einem aktuellen Fall, in dem ein Pflegeheim betroffen war. Die Angreifer hatten eine Ransomware im System platziert. Das ist ein Verschlüsselungstrojaner, mit dem Lösegeld erpresst wird. Hinzu kam: Der EDV-Fachmann, der eigentlich für IT-Sicherheit zuständig ist, konnte nicht helfen. Die internen Entscheider waren im Urlaub und es war Ostern. Die Katastrophe kam von einer Sekunde auf die andere. Hochsensible Patientendaten waren plötzlich in Gefahr.

Die Frage ist: Was passiert, wenn Angreifer noch weiter ins System eindringen? Die Strom- und Trinkwasserversorgung einschließlich der Systeme zur Wasseraufbereitung werden in diesen Einrichtungen zunehmend elektronisch und digital gesteuert. Die Folgen sind kaum auszumalen.

„Etwa 80 Prozent aller Cybersicherheitsvorfälle im Gesundheitswesen entstehen durch menschliches Fehlverhalten“, sagt Mark Peters von Praxismanagement Bublitz-Peters, der seit 15 Jahren über 3.000 Leistungserbringer im Gesundheitswesen betreut.

 

Er bietet deshalb Datenschutz- und Cyber-Sensibilisierungsschulungen online und vor Ort unter anderem mit dem Bundes- und Landeskriminalamt an. In Planspielen werden mit den verantwortlichen Mitarbeitern mögliche Angriffsszenarien durchgespielt. Häufig erkennen sie dann mittendrin, dass sie in Schwierigkeiten sind, entweder weil es keine richtigen Abläufe, zu wenig geschulte Mitarbeiter oder keine professionelle externe Unterstützung gibt.

Der Gesetzgeber macht nun Druck. Mit dem neuen IT-Sicherheitsgesetz 2.0, das noch bis zum Jahresende beschlossen werden soll, drohen künftig Bußgelder von bis zu 20 Millionen Euro oder vier Prozent des Jahresumsatzes, wenn Betreiber einer kritischen Infrastruktur, wozu Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen gehören, ihren Pflichten zum Schutz ihrer IT-Systeme nicht nachkommen.

WebTalk Cyberkriminelle und Investitionsstau: Wie sicher ist die Trinkwasserversorgung in unseren Krankenhäusern?

 

Am 15. Juli von 11:00 bis 12:00 Uhr diskutieren dazu in unserem WebTalk Mark Peters (Datenschutz- und Hygiene-Auditor) und Christian Zehetgruber (Stellv. Vorsitzender der Partner für Wasser und Abteilungsleiter Seminare und Fortbildungen der Grünbeck Wasseraufbereitung GmbH) und beantworten Ihre Fragen! Merken Sie sich den Termin bereits vor. Die kostenfreie Anmeldung startet in Kürze.

Hygieneradar 2018: Aktuelle Hygiene-Herausforderungen für medizinische Einrichtungen

Eine zentrale Erkenntnis des Hygieneradars 2017 lautete, dass die gesetzlichen Vorgaben und die Empfehlungen des Robert KochInstituts (RKI) die wichtigsten Treiber für das Thema Hygiene sind.

Das Hygieneradar 2018 greift diese Erkenntnis auf. Es untersucht, wo Spannungsfelder zwischen Hygienegesetzen und -programmen und ihrer Umsetzung im Klinikalltag liegen.

Die Ergebnisse finden Sie hier

Weitere Informationen finden Sie hier

Leitungswasser: Wo die Probleme liegen

Saskia Gerhard bescheinigt dem Trinkwasser in Deutschland insgesamt eine gute Qualität und räumt mit einigen Mythen auf, die sich um das Thema ranken. Richtigerweise betont sie die gute Arbeit der Wasserversorger, die das Grundwasser aufbereiten und damit Schadstoffe wie Nitrat oder Medikamentenrückstände beseitigen. Auf die eigentlichen Probleme geht sie allerdings nur kurz ein.

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Gefährliche Erreger im Trinkwasser: Worauf sollte man achten?

Das raten unsere Wasserexperten Tanja Ehret, Dr. Matthias Brück und Dr. Wolfgang Schwarz

In Deutschland ist die Trinkwasserqualität sehr hoch, doch auch bei uns kann es zu Fällen kommen in denen Keimbelastungen im Trinkwasser auftreten. Insbesondere in öffentlichen Gebäuden besteht ein erhöhtes Risiko für Verunreinigungen. Gerade in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Kindergärten und andere Fürsorgeeinrichtungen sollte deshalb der Trinkwasserhygiene eine besondere Aufmerksamkeit zu kommen.

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Sicherheit in sensiblen Bereichen

Wasseraufbereitung in Pflegeeinrichtungen

Wasserqualität in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen

Hygiene und Zuverlässigkeit

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