Mineralwasser oder Leitungswasser: Was ist besser?

Trinkwasser wird meist aus Grundwasser oder Oberflächen­wasser gewonnen, also aus Seen und Flüssen. So können einige Schadstoffe wie Pestizide und Nitrat das Wasser belasten. Gerade in landwirtschaftlich stark genutzten Bereichen können daher Grenzwerte im Grundwasser überschritten werden. 

Stiftung Warentest zeigte, dass kritische Stoffe zwar oft im Trinkwasser entdeckt wurden, aber dass in der Regel alle Proben die Grenzwerte einhalten. Das Trinkwasser wird hierzulande mehrstufig aufbereitet und grundsätzlich also auch ausreichend streng kontrolliert. 

Ob Leitungswasser oder Mineralwasser besser ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Grundsätzlich ist das Trinkwasser in Deutschland laut einem Bericht des Umweltbundesamtes von 2021 zwar grundsätzlich „von guter bis sehr guter Qualität“ – diese kann jedoch örtlich variieren.

Die größte Herausforderung bei der Trinkwasserversorgung ist die Stagnation von Wasser in Rohrleitungen und Toträumen. Präventive Trinkwasserhygiene kann dies verhindern und ist genau deswegen von solch großer Bedeutung.

Zum gesamten Beitrag geht es hier.

Wettbewerbszentrale: Leitungswasser für menschlichen Genuss geeignet

Foto: Unsplash.com Shittefan

Die Wettbewerbszentrale hat eine Werbung für Mineralwasser moniert, in der suggeriert wurde, Trinkwasser (Leitungswasser) sei demgegenüber von schlechter Qualität und für den menschlichen Genuss nicht geeignet.

Klare Aussage pro Leitungswasser

In dem betreffenden Prospekt stellte das Unternehmen unter dem Titel „5 gute Gründe für Mineralwasser“ die Vorzüge von Mineralwasser heraus und beschrieb im Vergleich dazu die vermeintlichen Nachteile von Trinkwasser (Leitungswasser) mit plakativen Aussagen und drastischen Bildern. So wurde der Slogan „UNSER WASSER STEHT ÜBERALL / NUR NICHT IN DER LEITUNG. Mineralwasser ist in der Flasche so unberührt wie an der Quelle. Leitungswasser berührt bis zum Haushalt so manche marode Leitung“ mit dem Bild einer mit Rost und Kalk extrem zugesetzten Leitung illustriert. Klar ist, Trinkwasser sollte nicht in Leitungen stehen, aber diese verzerrte Darstellung ist unlauter. Es ist eindeutig, dass eine solche Trinkwasserleitung nicht funktionsfähig wäre und nur bei Vernachlässigung technischer und rechtlicher Vorgaben so aussehen würde.

Leitungs- und damit Trinkwasser in Deutschland von sehr guter Qualität

Nach Auffassung der Wettbewerbszentrale erweckte die Werbung insgesamt den Eindruck, Trinkwasser sei insgesamt von minderwertiger Qualität und nicht zum menschlichen Genuss geeignet. Das Trinkwasser in Deutschland ist jedoch laut eines im Mai 2021 veröffentlichten gemeinsamen Berichts des Bundesgesundheitsministeriums und des Umweltbundesamts von sehr guter Qualität. Die Wettbewerbszentrale sprach wegen irreführender Angaben im Rahmen vergleichender Werbung und herabsetzender vergleichender Werbung (§§ 5 Abs. 1, 3; 6 Abs. 1, 2 Nr. 5 UWG) sowie zweier Verstöße gegen die Health Claims Verordnung (Verordnung (EG) 1924/2006) im Rahmen der Werbeaussagen für Mineralwasser eine Abmahnung aus. Das Unternehmen gab eine strafbewehrte Unterlassungserklärung ab. Hier geht es zum Beitrag der Wettbewerbszentrale von Anfang Oktober 2021.

Trinkwasserhygiene: Broschüre zur Bedeutung eines Gesamtkonzepts 

Foto: WimTec Flyer_HyPlus

Die Firma WimTec hat eine informative Broschüre zum Thema “Gesamtkonzept Trinkwasserhygiene” veröffentlicht.

Täglich vertrauen wir darauf, dass nur bestes Trinkwasser aus unserem Wasserhahn fließt. Was viele nicht wissen: Unser wertvollstes Lebensmittel ist verderblich. Das vom Wasserversorger in der Regel einwandfrei bereitgestellte Trinkwasser kann unter bestimmten Voraussetzungen seine guten Eigenschaften verlieren. So kann es beispielsweise durch die Verwendung ungeeigneter Werkstoffe, Erwärmung oder lange Stagnationszeiten zu einer übermäßigen Vermehrung von Mikroorganismen oder die Migration von chemischen Stoffen kommen. Experten gehen davon aus, dass Bakterien im Trinkwasser weitaus häufiger für Infektionen verantwortlich sind als bisher angenommen. 

Ein besonders hohes Risiko stellen kaum bis unzureichend genutzte Abgabestellen dar. Die durch das Nutzerverhalten hervorgerufene Stagnation beeinflusst die zulässigen Wassertemperaturen und führt zur Kontamination. Um Stagnation in der gesamten Gebäudeinstallation zu vermeiden und die erforderlichen Temperaturen in den Kalt- und Warmwasserleitungen sicherzustellen, bedarf es automatischer Spülpläne.

Damit Spülstationen im Bestand sicher sind und eine einwandfreie Trinkwasserhygiene gegeben ist, braucht es ein durchdachtes Gesamtkonzept, welches das gezielte Freispülen der Rohrleitungen bis zum Punkt des Wasseraustritts an jeder Entnahmestelle sichert. 

Weiter wird in der Broschüre thematisiert: Gefahr und Verpflichtung, Ursachen und Planung, Maßnahmen und Betrieb.

WimTec ist Mitglied des Forum Wasserhygiene – die österreichischen Kooperationspartner der PfW.

HACCP: Ist Gefahrenanalyse die Lösung in Sachen Hygiene?

Interview mit Mark Peters, Coach, Hygiene Auditor und Partner für Wasser-Experte

HACCP steht für Hazard Analysis and Critical Control Point. Auf Deutsch versteht man darunter die Gefahrenanalyse kritischer Kontrollpunkte in der Lebensmittelverarbeitung. Dabei geht es darum, dass potentielle Gefahren im Vorfeld ermittelt und so vermieden werden können. Mit unserem Partner für Wasser-Experten Mark Peters haben wir im Interview über das Potential von HACCP-Konzepten gesprochen und wie damit die Hygiene in Einrichtungen der öffentlichen Daseinsvorsorge verbessert werden kann.

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