PfW-Experte Mark Peters: Referent in der Akademie für Öffentl. Gesundheitswesen

Im Rahmen der Zusammenarbeit mit den Partnern für Wasser hat sich Peters auf das Thema Trinkwasserhygiene spezialisiert.  Sein Grundlagenwissen entspringt u.a. der Entwicklung des Gütesiegels „Heidelberger Hygiene-Rating (HHR)“ mit Zertifikat. In diesem Rahmen arbeitet das Praxismanagement Bublitz-Peters aus Heidelberg seit über 10 Jahren mit den Gesundheitsämtern partnerschaftlich in Fragen rund um die motivierte Hygienearbeit im Gesundheitswesen zusammen.

Seit Inkrafttreten der DSGVO im Mai 2018 erhielt Peters vermehrt Hygiene- und Datenschutzanfragen der Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen, da Peters auch als externer Datenschutzbeauftragter tätig ist. Seit 2019 ist Peters außerdem zertifizierter IT-Grundschutz-Berater. Die Prüfung erfolgte beim Bundesministerium für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Aufgrund seiner langjährigen Expertise in den Bereichen Hygiene, Datenschutz sowie IT-Sicherheit, erfolgte 2019 dann die Anfrage der Akademie, ob Peters die Ausbildung der Hygieneinspektoren zu den Themen Datenschutz und Cybersicherheit im Rahmen der Hygienearbeit/-kontrolle als Dozent begleiten möchte. Insbesondere interessant ist dabei die Einbeziehung einer Risikobewertung: Cyberrisiken, biologische Risiken in Wasserwerken, vorhandene Notfallprogramme etc.

Die Gefahr, die von Cyberkriminellen für die Trinkwasserversorgung und -hygiene in Krankenhäusern ausgeht, hat Peters in einem Webinar gemeinsam mit den Partnern für Wasser im vergangenen Jahr skizziert. Unseren Blogbeitrag zum Webinar finden Sie hier.

Als Partner für Wasser freuen wir uns sehr, dass Peters diese verantwortungsvolle Aufgabe zuteil geworden ist, durch die er eine größere Aufmerksamkeit auf die Bedeutung sowie die Risiken von Trinkwasserhygiene im Healthcare-Bereich erzielen kann.

Parlamentarische Anfrage und Antwort Trinkwasserhygiene Landtag Hessen

Auch im Hessischen Landtag wurde eine Kleine Anfrage zum Thema Trinkwasserhygiene im öffentlichen Gesundheitswesen von der SPD-Fraktion (Dr. Daniela Sommer) auf den Weg gebracht. Die Antworten des Sozialministeriums sind bedauerlicherweise sehr allgemein gehalten.

In den einzelnen Antworten wird darauf verwiesen, dass die regelmäßige bundesweite statistische Erhebung zur Trinkwasserhygiene speziell in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen nicht gesetzlich geregelt ist, und deswegen gemäß EU-Richtlinie nur allgemeine Daten zur Trinkwasserqualität erhoben werden. Weiterhin wird festgehalten, dass Trinkwasser-Installationen gemäß Trinkwasserverordnung durch das Gesundheitsamt (GA) überwacht werden und diesbezüglich ein Überwachungsprogramm durch das GA eingerichtet ist/wird. Hierfür hat das GA die Schutzbedürftigkeit des Personenkreises und andererseits die Wahrscheinlichkeit einer Gefährdung durch die Verteilanlage zu berücksichtigen. Wird in diesem Zusammenhang ein Sanierungsbedarf festgestellt, müssen die Mängel beseitigt werden.

Hier stellen sich für die Partner für Wasser einige Fragen: Inwieweit sind z.B. die Gesundheitsämter einerseits personell sowie auch bezüglich des Know-how dazu in der Lage? Wann und in welchen Zyklen erfolgen die Begehungen durch das GA? In welchem Umfang erfolgt eine Anlagenbegehung durch das GA? Nach welchen Vorgaben wird  das Überwachungsprogramm durch das GA erstellt und wie wird bewertet, ob u.a die festgelegten Probenahmestellen den repräsentativen Überblick über den hygienischen Zustand einer individuellen Trinkwasser-Installation ermöglichen? Werden hier ggf. die ursprünglichen Kompetenzen der Gesundheitsämter überschritten?

Die Partner für Wasser empfehlen ein dokumentiertes Qualitätsmanagements zur Sicherstellung der Trinkwasserqualität durch den Betreiber (Water-Safety-Plan Konzept der WHO). Hierzu hat das Umweltbundesamt bereits 2014 ein Handbuch veröffentlicht. Außerdem empfiehlt sich eine Überprüfung durch Sachverständige. Die genauen Vorgaben und Inhalte werden derzeit noch in den Fachgremien und Ausschüssen erarbeitet und festgelegt. Es geht um die sorgfältige Wahrnehmung der betrieblichen Aufgaben.

Die Anwendung der technischen Regeln. Das Erkennen und Beseitigen von Schwachstellen (Gefährdungsanalyse) sowie die Erstellung von Anlagenbeschreibungen und ein sogenanntes Parameter-Monitoring wären zunächst die wichtigsten Bausteine für die Erfassung und Analyse des tatsächlichen Zustands der Trinkwasser-Installationen und damit der Trinkwasserqualität im Healthcare-Bereich.

Sicherheit in sensiblen Bereichen

Wasseraufbereitung in Pflegeeinrichtungen

Wasserqualität in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen

Hygiene und Zuverlässigkeit

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