UV-C-Licht-Desinfektion – auch ein Thema für die Trinkwasserhygiene

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Dieser Beitrag wurde uns seitens unseres Kooperationspartners CareTRIALOG überlassen. Hier werden die Themen kurz angerissen. Der ausführliche Beitrag kann via CareTRIALOG aufgerufen werden. Erstveröffentlichung am 09.02.2021 von Dr. Kerstin Lötzerich-Bernhard (CareTRIALOG).

In Innsbruck kommt im Wohn- und Pflegeheim „Heim St. Vinzenz der Barmherzigen Schwestern“ in UV-C-LED-Licht zur Virenbekämpfung zum Einsatz. Für das Interview standen Dr. Harald Schöbel, B. Sc., ist Senior Lecturer – Bio- & Lebensmitteltechnologie sowie Projektleiter am MCI (Management Center Innsbruck)  sowie der Geschäftsführer der Barmherzige Schwestern Innsbruck Holding GmbH, Mag. (FH) Andreas Partl, MBA.

Wie funktioniert UV-C-Licht-Desinfektion (Intensität, Reichweite usw.)? 

Dr. Harald Schöbel: UV-C-Strahlung ist aufgrund der kleinen Wellenlängen sehr energiereich und zerstört bei der Absorption direkt das Erbmaterial. Dadurch ist diese Art der Desinfektion sehr universell für verschiedenste Mikroorganismen einsetzbar. Bei entsprechender Strahlungsdosis (Dosis = Intensität mal Zeit) können Viren inaktiviert sowie Pilze und Bakterien abgetötet werden. Abhängig von der gewünschten biologischen Reduktion der Mikroorganismen (90 Prozent, 99 Prozent oder 99,9 Prozent …), häufig auch als LOG-Stufe (LOG 1, 2, 3 …) bezeichnet, wird die Strahlungsdosis entsprechend eingestellt. Dies erfolgt über die Wahl der Bestrahlungsdauer und der Intensität. Bei den Systemen der CAREBYLIGHT GmbH (CARE BY LIGHT) liegen die Bestrahlungsdauern im Minutenbereich. Mittels optischer Simulationen wird die Anordnung der LED-Bestrahlungsmodule so optimiert, dass die Gegenstände gleichmäßig bestrahlt werden, egal von der Positionierung der Gegenstände im System.

UV-C-Licht wird bereits seit Längerem zur Desinfektion von Oberflächen und zur Luft- sowie Wasserentkeimung eingesetzt. Welche (neuen/besseren) Anwendungen sind mit der UV-C-LED-Licht-Technologie möglich?

Dr. Harald Schöbel: Durch die intrinsischen Eigenschaften der LED (Größe, spektrale Verteilung, regelbare Intensität) in Verbindung mit einem modularen Konzept lassen sich Bestrahlungssysteme für verschiedenste Anwendungen realisieren. Hier folgen ein paar mögliche Anwendungen.

  1. Oberflächendesinfektion:
  2. diverse Gebrauchsgegenstände im Alltag (zum Beispiel Schmuck, Tastaturen, Mobiltelefone, …)
  3. Gegenstände, welche in Kontakt mit vielen verschiedenen Personen kommen (zum Beispiel Einkaufwägen, Parkmünzen, …)
  4. Innenräume und Kabinen (Büros, Gondeln, Straßenbahnen, …) – Personen dürfen sich nicht im Raum befinden
  5. Raumluftdesinfektion – bei diesen Systemen dürfen sich Personen im Raum befinden:
  6. Integration in Lüftungssystem zur Reduktion der mikrobiellen Belastung (Zuluft, Umluft)
  7. mobile Stand-alone-Geräte zur Luftreinigung
  8. Upper-Room-UV-Systeme (Bestrahlungseinheiten befinden sich in Deckennähe und bestrahlen durch die natürliche Konvektion im Raum die zirkulierende Luft, wodurch sich die mikrobielle Belastung verringert)

Wie nehmen das Pflegepersonal und die Bewohner den Einsatz der LED-Technologie wahr?

Andreas Partl: Mit Licht desinfizieren? Wie ist das möglich, wie soll das funktionieren? Die ersten Reaktionen des Pflegepersonals und der Bewohnerinnen und Bewohner bezüglich der UV-C-Lichtdesinfektion waren mit Fragen und auch Interesse verbunden. In den Gesprächen mit dem Pflegepersonal und den Bewohnerinnen und Bewohnern haben wir festgestellt, dass die UV-C-Lichtdesinfektion durchwegs sehr positiv aufgenommen wurde. Insbesondere deswegen, weil der seCUBE ausschließlich UV-C-Licht zur Neutralisierung von Viren, Bakterien, Pilzen und anderen Mikroorganismen nutzt. Es werden keine Reinigungsmittel benötigt, und am Ende des Desinfektionsvorganges, der – wie gesagt – nur wenige Minuten dauert, sind die Oberflächen desinfiziert, sauber und trocken.


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