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Health & Care World Café mit vielen Ideen für die Trinkwasserhygiene

Fotos: Tanja Ehret

Am Freitag, 18. November, fand in Nürnberg die Veranstaltung World Café statt. Die Workshop-Teilnehmer waren bunt gemischt und bestanden sowohl aus Unternehmern oder sonstigen Inhabern einer Trinkwasserinstallation (auch genannt UsI) als auch aus Vertretern aus den Bereichen Industrie, Pflegeheimbetreiber, Wissenschaft, Politik etc. In zwei Gruppenphasen wurde darüber diskutiert, was erstens Trinkwasserhygiene für die Teilnehmer und ihren Verantwortungsbereich konkret bedeutet und wo zweitens aus ihrer Sicht Handlungsbedarf besteht. Aus den Ergebnissen der zweiten Phase wurde der Vorschlag für eine Trinkwasser-Kampagne abgeleitet. Daraus ergeben sich nun konkrete Handlungsfelder für die Partner für Wasser (PfW).

Die Ergebnisse der ersten Gruppenphase zeigen, dass Trinkwasser für die Teilnehmer einen hohen Stellenwert hat. Besonders herausgestellt wurde das Verantwortungsgefühl der UsI für die Gesundheit der Nutzer der Trinkwasseranlagen, seien es Mitarbeiter oder Familienangehörige. Gutes Trinkwasser bedeutet hohe Lebensqualität – besonders, wenn es genusstauglich aus dem Hahn zur Verfügung steht. Das Vertrauen in die Qualität des Wassers ist hoch, gleichzeitig haben die UsI den Eindruck, dass viele sich keines Risikos bewusst sind und das Wasser täglich ohne Bedenken nutzen. Gesundes Trinkwasser wird also gewissermaßen für selbstverständlich gehalten und von der Bevölkerung häufig nicht als das hohe Gut wahrgenommen, das es ist.

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Die täglichen Herausforderungen der Teilnehmer, die Inhaber einer Trinkwasserinstallation sind, liegen besonders bei der Einhaltung der Trinkwasser-Verordnung (VDI 6023) sowie darin, der Trinkwasserhygiene gerecht zu werden, ohne die Energieeffizienz und den Verbrühschutz zu vernachlässigen. Auch alte Häuser stellen eine Herausforderung dar, da hier vor Ort Filter für den Keimschutz notwendig sind. Besonders relevant sind für die UsI auch das Haftungsrisiko sowie die Gefahr von Wasserschäden. Um die Beratungsqualität gegenüber den Verbrauchern sicherzustellen, ist deshalb ein großes Wissen notwendig. Ein Ziel liegt darin, Niedertemperaturheizsysteme zu etablieren, die die Warmwassertemperatur im Speicher senken.

Handlungsbedarf sehen die Teilnehmer vor allem bei der Herstellung von Handlungssicherheit im täglichen Umgang mit dem Themenfeld Trinkwasserhygiene. Auch die Frage, woran man sichere Produkte erkennt, stand im Raum, ebenso wie die wahrgenommene Widersprüche zwischen Hygiene auf der einen und Verbrühschutz und Energieeffizienz auf der anderen Seite. Insgesamt wurde ein Wissensdefizit identifiziert, allen voran das Fehlen verständlicher Informationen und alltagstauglicher Verhaltensregeln sowie schlüssiger Lösungskonzepte. Hinweise auf bzw. Aufklärung über rechtliche Konsequenzen hingegen wurden als wenig hilfreich eingestuft.

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Gleichzeitig betonten die Teilnehmer ihre Offenheit gegenüber dem sensiblen Thema und sprachen sich für die Umsetzung einer Trinkwasser-Kampagne aus, durch die auf das Thema Trinkwasserhygiene aufmerksam gemacht wird.

Herr Willbold von der Firma Grünbeck, Mitglied bei den PfW, zieht persönlich ein sehr positives Fazit zum Health & Care World Café: „Der World Café Workshop am 18.11.2016 in Nürnberg war für mich eine bereichernde Erfahrung. Ich konnte erleben, wie sich im Rahmen des angebotenen Formats aus individueller Betroffenheit eine kollektive Wahrnehmung formuliert hat. Der Notwendigkeit der PfW als Interaktions- und Kontaktplattform für Betreiber, Industrie und Versicherer zu fungieren, wurde aus meiner Sicht bestätigt. Der formulierte Handlungsauftrag ist hier deutlich. Ich freue mich darauf, dass daraus ein Handlungsstrang entsteht.“

Udo Sonnenberg

Autor Udo Sonnenberg

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