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Wasser im Krankenhaus – immer eine Herausforderung

Der Wasserverbrauch eines Menschen im Krankenhaus ist etwa 13 Mal höher als der eines Menschen außerhalb dieser Einrichtung. Vor allem Patienten haben ein erhöhtes Risiko bei Infektionen, die durch den Kontakt mit Wasser beginnen. Dabei sind vor allem ältere Menschen betroffen, aber auch Menschen mit Immunerkrankungen, offenen Wunden oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Wasser wird in Krankenhäusern für die unterschiedlichsten Zwecke verwendet: Trinken, das Reinigen von Utensilien oder aber auch im Rahmen therapeutischer Behandlungen. Obwohl die Kontrolle bei Wasser durch unterschiedliche Methoden gegeben ist, kann es dennoch auf verschiedene Weise zu Erkrankungen kommen, wenn die Menschen in Berührung mit Erregern kommen. Diese können entweder eingeatmet werden, durch das Trinken aufgenommen oder über die Haut in den Körper gelangen.

Durch die Installation von hoch professionellen Trinkwasseranlagen können Maßnahmen zur Vorbeugung getroffen werden. Beispielsweise sollten die Warmwasserspeicher nicht zu groß sein, da nicht geregelt werden kann, wann erneut warmes Wasser genutzt wird. Innerhalb kurzer Zeit können sich dort Krankheitserreger bilden. Kleinere Warmwasserspeicher könnten hier abhelfen.

Qualitätsproben des Wassers müssen in regelmäßigen Abständen erfolgen, insbesondere mit Blick auf medizinische Bäder. Ein einzelner Badender überträgt zwischen 10.000.000 und 1.000.000.000 Bakterien an das Wasser – durch Ausscheidungen wie Harn, Fäkalien und Körpersekrete sowie durch seine Hautoberfläche mit Hautschuppen, Schweiß und Kosmetika.
Um diesen Problemen wirksam entgegenzuwirken, müssen alle Beteiligten – von der Planung/Bau bis zum betreibenden Haustechniker – eng zusammenarbeiten. Wasserassoziierte Infektionen stellen in Krankenhäusern große Probleme dar, die streng im Auge behalten werden müssen.

Den Originalbeitrag ist im Magazin Management & Krankenhaus erschienen.

Udo Sonnenberg

Autor Udo Sonnenberg

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