BDEW legt Wasserstrategie für Deutschland vor: Acht Themenfelder

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Der BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.) hat am 29.04.2021 vor dem Hintergrund der Bundestagswahl im September 2021 und der Ankündigung einer nationalen Wasserstrategie durch das Bundesumweltministerium seine Wasserstrategie für Deutschland veröffentlicht. Zu acht Kernthemen werden in der Broschüre aktuelle Problemstellungen für die Wasserwirtschaft erläutert und Forderungen an die künftige Bundesregierung aufgestellt.

Die Forderungen des BDEW umfassen folgende Punkte:

  • Für die Gewässer problematische Stoffe (Arzneimittel, Mikroplastik, Pestizide) sollen bereits an der Quelle reduziert und ein herstellerbezogenes Modell zur Finanzierung von Anlagen zur Abwasserreinigung eingeführt werden.
  • Bei der Minderung der Folgen des Klimawandels soll die Daseinsvorsorge mit Trinkwasser für die Bevölkerung im Fokus stehen. Dieser Vorrang muss im Vollzug und bei der Ausgestaltung sowie Genehmigung der Wassernutzungsrechte konsequent umgesetzt werden.
  • Der Bundestag sowie die Bundesregierung sollen ihr Bekenntnis gegen eine Liberalisierung und gegen eine Regulierung des Sektors sowie zur Modernisierung der deutschen Wasserwirtschaft erneuern.
  • Bezüglich der Nitratverschmutzung des Grundwassers müssen die aktuellen EU-Vorgaben in der deutschen Agrarpolitik umgesetzt werden.
  • Um die Energieeffizienz zu steigern, soll die energetische Nutzung von Klärschlamm und Klärgas gefördert werden.
  • Die novellierte EU-Trinkwasserrichtlinie für den erleichterten Zugang zu Trinkwasser für alle Verbraucher in Gaststätten und öffentlichen Einrichtungen soll national im Rahmen der Trinkwasserverordnung stattfinden.
  • Die Digitalisierung der Wasserwirtschaft soll in Bezug auf den Einsatz von Funkwasserzählern und bei der Umsetzung eines Datenbinnenmarktes vorangetrieben werden.
  • Im Hinblick auf die Überarbeitung der Kommunalen Abwasserrichtlinie der EU und der EU-Arzneimittelgesetzgebung sollte sich die Bunderegierung für eine vollumfängliche und konsequente Umsetzung des Vorsorgeprinzips und eine verursachergerechte Finanzierung einsetzen.

Digitalisierung als Konjunkturprogramm für Krankenhäuser

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Im Juni 2020 hatte die Bundesregierung den Beschluss gefasst, die Krankenhäuser – Krankenhausfinanzierung obliegt vom Grundsatz her den Ländern – finanziell zu unterstützen. Per Pressemitteilung haben die Partner für Wasser die Diskussion im August u.a. begleitet. Tenor: Mittel auch für digitale Prozesse in der Trinkwasserversorgung zu verwenden. Am 18. September wurde das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) im Bundestag beschlossen. Jetzt stehen die Mittel für die Krankenhäuser abrufbereit.

Vorschläge mit Blick auf die Trinkwasserhygiene: Digitales Leitungs-Monitoring, Armaturenüberwachung, digital gesteuerte, berührungslose Armaturen, elektronische Temperatur- und Durchlaufkontrollen, Leckagen-Detektierung, zentrale, digital gestützte Meldesysteme, intelligente Verbrauchsmessung u.v.m.

Erstmals unterstützt damit der Bund unmittelbar die Krankenhäuser bei der Finanzierung ihrer Investitionen. Seit Anfang Oktober stellt der Bundeshaushalt jetzt Finanzmittel für die Krankenhäuser zur Verfügung. Der Schwerpunkt liegt ganz klar beim Thema digitale Prozesse.

Insgesamt geht es beim Krankenhauszukunftsgesetz um Fördermittel > 3 Mrd. EUR. Weitere Mittel kommen über die Ko-Finanzierung durch die Länder oder den Träger. Somit steht ein Fördervolumen von ca. 4,3 Mrd. EUR im Raum.

 

Virtuelle Hygienebewertung: So können Sie prüfen, ob es sauber ist

Durch den digitalen Wandel wird sich die tägliche Hygienearbeit in Gesundheitseinrichtungen nachhaltig ändern, zum Beispiel durch das virtuelle Heidelberger Hygiene-Rating.

Das virtuelle Heidelberger Hygiene-Rating funktioniert wie eine Art „Google-Maps“ in der Arztpraxis. Mit einem virtuellen Raumrundgang bringt der Hygiene-Inspektor Mitarbeitern die Inhalte der Basishygiene näher. Hierbei spielen auch Hygienemaßnahmen rund um das Thema Wasser eine zentrale Rolle.

Im Mittelpunkt steht das Ziel, Hygiene sichtbar zu machen und das Team zu motivieren. Nach Abschluss erhalten die Teilnehmer eine Rückmeldung über das Abschneiden und ein HHR – Zertifikat. Darüber hinaus kann die Aufnahme der zertifizierten Arztpraxis in die deutschlandweite Hygienekarte erfolgen.

„Das Heidelberger Hygiene-Rating ist jetzt auch virtuell möglich. Unser neues „Passt-sich-an-Konzept“ verbindet  Online & auf Wunsch Hygienebewertung vor Ort – auf zeitgemäße Art! Flexibel, verständlich, kostengünstig!“, so der Initiator des Heidelberger Hygiene-Ratings und PfW-Experte Mark Peters.

 

Den vollständigen Artikel finden Sie unter www.hcm-magazin.de

Weitere Informationen zu der Initiative „Heidelberger Hygiene-Rating“ sind auf der Website des Praxismanagement Bublitz-Peters GmbH & Co.KG und unter mailto:info@bublitz-peters.de erhältlich.

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